Für welche Zuschnitte der Rechner passt
Dieser Rechner ordnet gleich große Rechtecke in einem regelmäßigen Raster an. Er prüft eine gemeinsame Ausrichtung aller Teile und, wenn du es erlaubst, eine um 90° gedrehte Ausrichtung. Aus den beiden Rastern wählt er die Variante mit mehr Teilen pro Platte. Bei gleicher Stückzahl bleibt die ursprüngliche Ausrichtung erhalten.
Kein Optimierer für gemischte Stücklisten
Eine Schrankstückliste mit zwei Seiten, mehreren Böden und unterschiedlich großen Türen benötigt eine gemischte Zuschnittplanung. Das kann dieser Rechner nicht leisten. Auch ein Muster, in dem ein Teil gedreht in den Reststreifen passt, wird nicht zusätzlich gesucht. Ein größeres Ergebnis aus einer anderen Zuschnittsoftware ist deshalb nicht automatisch ein Rechenfehler.
Für deinen vollständigen Plan markierst du jedes Teil mit Fertigmaß, Stückzahl und Faserrichtung. Der Ratgeber zu Zuschnittplan und Werkzeichnung zeigt, welche Angaben vor dem ersten Schnitt feststehen sollten.
Plattenmaß, Randbeschnitt und Faserrichtung eingeben
Trage die tatsächliche Plattenlänge und -breite sowie die Maße eines einzelnen Teils ein. Die Schnittfugenbreite ist die Breite des Materials, das dein Sägeblatt entfernt. Übernimm dafür nicht ungeprüft die Dicke des Blattkörpers: Zahnüberstand und Bauart können zu einer anderen Schnittbreite führen.
Der Randbeschnitt gilt an jeder Seite
Bei 5 mm Randbeschnitt werden sowohl von der Plattenlänge als auch von der Plattenbreite jeweils 10 mm abgezogen. Dieses Feld beschreibt den gesamten nicht nutzbaren Randstreifen einschließlich des Besäumschnitts. Falls dein Ausgangsmaterial einen beschädigten Rand hat, muss die gewählte Zugabe diesen Bereich vollständig abdecken.
Drehen nur erlauben, wenn es zum Material passt
Eine Holzmaserung, ein Furnierbild oder ein richtungsgebundenes Dekor kann das Drehen ausschließen. Auch bei Platten ohne sichtbare Maserung können richtungsabhängige Eigenschaften wichtig sein. Die Option entscheidet nur über das Zuschnittraster, nicht über die bautechnische Eignung des gedrehten Teils.
Die Formel hinter der Rastereinteilung
Nach dem Randbeschnitt bleiben nutzbare Länge L und Breite B. Für eine Reihe von n Teilen entstehen zwischen den Teilen n − 1 Schnittfugen. Deshalb wird die mögliche Teilzahl entlang einer Richtung mit abrunden((nutzbares Maß + Schnittfuge) ÷ (Teilmaß + Schnittfuge)) bestimmt.
Reihen und Spalten zusammenrechnen
Die Teilzahl in Längsrichtung wird mit der Teilzahl in Querrichtung multipliziert. Ist Drehen erlaubt, wird dieselbe Rechnung mit vertauschten Teilmaßen wiederholt. Die benötigte Plattenzahl ergibt sich aus benötigte Stückzahl ÷ Teile pro Platte, aufgerundet auf die nächste ganze Platte.
Die angezeigte Flächennutzung ist die Fläche der fertigen Teile geteilt durch die Fläche der ursprünglichen Platte. Sie berücksichtigt also auch den Randbeschnitt als ungenutzte Fläche. Sie zeigt weder den Wert noch die spätere Verwendbarkeit der Reststücke.
Beispiel: zwölf Böden aus einer Standardplatte
Die Platte misst 2.440 × 1.220 mm. Gesucht sind zwölf Teile von 600 × 400 mm, die Schnittfuge ist 3 mm breit und der Randbeschnitt beträgt 5 mm je Seite. Nutzbar bleiben 2.430 × 1.210 mm.
In der ursprünglichen Ausrichtung passen vier Teile in Längsrichtung und drei in Querrichtung: zusammen zwölf Teile. Der Platzbedarf beträgt 2.409 × 1.206 mm, denn zwischen vier Teilen liegen drei und zwischen drei Teilen zwei Schnittfugen. In der gedrehten Ausrichtung passen sechs mal zwei Teile; auch das sind zwölf. Weil beide Raster gleich viele Teile ergeben, bleibt der Rechner bei vier Reihen und drei Spalten.
Das Ergebnis praktisch prüfen
Die zwölf Fertigteile nutzen rund 96,7 % der ursprünglichen Plattenfläche. Trotzdem musst du prüfen, ob deine Sägeführung und die gewählte Schnittfolge dieses Raster ermöglichen. Ein Plattenzuschnitt beginnt mit sicherer Unterstützung und einer sinnvollen Reihenfolge, nicht mit der größtmöglichen Zahl auf dem Bildschirm.
| Schritt | Ergebnis |
|---|---|
| Nutzbare Platte | 2.430 × 1.210 mm |
| Raster ohne Drehen | 4 × 3 = 12 Teile |
| Raster gedreht | 6 × 2 = 12 Teile |
| Benötigte Platten für 12 Teile | 1 |
| Flächennutzung | rund 96,7 % |
Grenzen und typische Eingabefehler
Der Rechner meldet einen Fehler, wenn der Randbeschnitt keine nutzbare Platte übrig lässt oder kein Teil in das erlaubte Raster passt. Er kennt keine Mindestbreite für sichere Reststreifen, keine Spannmöglichkeiten und keine Sägeführung. Wähle deine Arbeitsweise nach Maschine und Material.
Fertigmaß oder Zugabemaß?
Wenn du Teile erst grob zuschneidest und anschließend auf Maß bringst, gehören die größeren Zuschnittmaße in die Eingabe. Vergisst du diese Zugabe, plant der Rechner Teile, die für deinen tatsächlichen Ablauf zu klein sind. Umgekehrt darf dieselbe Zugabe nicht sowohl im Teilmaß als auch pauschal noch einmal berücksichtigt werden.
Für eine verbindliche Bestellung beim Zuschnittdienst sind dessen Schnittfugen, Randzugaben, Drehrichtungsregeln und Mindestmaße maßgeblich. Lass dir den konkreten Schnittplan bestätigen.
Häufige Fragen
Ist das Ergebnis die größtmögliche Ausbeute?
Nein. Es ist die bessere der beiden erlaubten gleichmäßigen Rasterausrichtungen. Gemischte Ausrichtungen und unterschiedliche Teilgrößen können eine höhere Ausbeute ermöglichen.
Warum zählt der Rechner zwischen vier Teilen nur drei Schnittfugen?
Zwischen vier direkt benachbarten Teilen liegen drei Trennlinien. Die äußeren Kanten ergeben sich aus dem nutzbaren Plattenformat. Der Randbeschnitt muss gegebenenfalls die äußeren Besäumschnitte mit abdecken.
Muss ich die Stärke der Platte eingeben?
Für dieses zweidimensionale Zuschnittraster nicht. Die Stärke ist für die Auswahl der Platte, die Verbindung und die Bearbeitung trotzdem entscheidend.
Was bedeutet „Teile gedreht“?
Alle Teile des gewählten Rasters wurden gegenüber deinen Eingaben um 90° gedreht. Das ist keine Mischung beider Ausrichtungen.
Kann ich daraus eine Schnittreihenfolge ablesen?
Nein. Reihen und Spalten beschreiben das Raster, nicht die sichere Schnittfolge. Plane Auflage, Führung, Greifraum und Reststücke gesondert.
Passende Ratgeber zu diesem Rechner
Einen Zuschnittplan für dein Holzprojekt erstellen
Ein guter Zuschnittplan zeigt, welche Teile du aus welchem Material gewinnst und in welcher Reihenfolge sie entstehen. Beginne mit der…
Holz gerade sägen: Führung, Auflage und Schnitt prüfen
Für einen geraden Schnitt müssen Anriss, Führung und Sägeblatt dieselbe Richtung halten. Sichere das Holz, lege die Abfallseite fest und…
Beschichtete Platten sauber sägen: So vermeidest du Ausrisse
Für eine saubere Schnittkante müssen Sägeblatt, Material, Führung und Unterstützung zusammenpassen. Besonders empfindlich ist die Seite, an der die Zähne…
Tischkreissäge auswählen: Anschlag, Schlitten und Platzbedarf
Eine Tischkreissäge ist besonders nützlich, wenn du viele Teile auf gleiche Breite schneiden willst. Für große Platten, genaue Querschnitte oder…
Kappsäge auswählen: Kapazität, Genauigkeit und Modellunterschiede
Eine Kappsäge lohnt sich für wiederholte Quer- und Gehrungsschnitte. Entscheidend sind die tatsächlich benötigten Werkstückmaße, eine sichere Auflage und eine…
Küche selber bauen: Korpusse, Fronten und Einbaumaße planen
Eine selbst gebaute Küche funktioniert als abgestimmte Reihe aus Korpussen, Fronten, Arbeitsplatte und Einbaunischen. Plane die Geräteanschlüsse und Türbewegungen vor…
Holzfassade planen: Profile, Hinterlüftung und Anschlüsse
Eine Holzfassade funktioniert durch den gesamten Aufbau hinter und zwischen den Brettern. Lege zuerst Profil, Wasserführung und Anschlüsse fest; daraus…
Holzfenster pflegen: Beschichtung, Dichtungen und Beschläge prüfen
Gute Fensterpflege beginnt mit einer getrennten Prüfung von Holz, Anstrich, Dichtungen, Glas und Beschlägen. So erkennst du, was du reinigen…