Flachdübelfräse auswählen und Lamellos passend setzen
Eine gute Flachdübelfräse setzt wiederholbar dieselbe Nut an die richtige Stelle. Für die Auswahl zählen deshalb vor allem Führung, Anschlag und das gewünschte Verbindungssystem. Ob du normale Holzlamellen, lösbare Clamex-Verbinder oder P-System-Verbindungen einsetzen möchtest, macht einen größeren Unterschied als ein paar Watt Motorleistung.
Weitere Informationen und passende Links
Was eine Flachdübelfräse kann
Die Nut richtet die Teile beim Verleimen aus
Die Maschine schiebt einen Scheibenfräser kontrolliert in die Kante oder Fläche eines festgespannten Bauteils. Der passende Flachdübel sitzt anschließend in zwei gegenüberliegenden Nuten. Das seitliche Spiel erleichtert das Zusammenfügen; die Lage zur Oberfläche soll dagegen sauber stimmen. Flachdübelfräse, Lamellenfräse und Formfederfräse werden für diese Bauform verwendet. Lamello ist der Name eines Herstellers und seines Verbindungssystems.
Für Korpusse, Gehrungen und das Ausrichten beim Verleimen kann das Verfahren sehr praktisch sein. Es macht einen unebenen Zuschnitt aber nicht gerade. Beim Verleimen massiver Bretter müssen die Fugen auch ohne den Dübel passend vorbereitet sein. Die Verbindung und ihre Belastung werden als Ganzes betrachtet.
Das Verbindungsmittel bestimmt die Maschine
Für gewöhnliche Holzlamellen genügt eine geeignete Standard-Nutfräse mit dem passenden 4-mm-Werkzeug. Ein lösbarer Verbinder kann eine andere Nutbreite, Tiefe und zusätzliche Bohrungen brauchen. Das P-System verlangt eine besondere Nutgeometrie. Entscheide deshalb zuerst, welche Verbindungen du bauen möchtest.
Langlöcher für lose Zapfen und runde Dübelbohrungen sind wieder andere Verfahren. Wenn du zwischen diesen Bauformen schwankst, hilft der Vergleich von Dübelfräse, Domino und DuoDübler. Die Namen klingen ähnlich, die Werkzeuge und Verbinder sind jedoch nicht austauschbar.

Lamello-Größen 0, 10 und 20 passend auswählen
Die Nummer ist eine Größe und keine Millimeterangabe
Die klassischen Holzlamellen 0, 10 und 20 sind alle 4 mm dick, unterscheiden sich aber in Länge und Höhe. Eine größere Lamelle braucht mehr Platz im Bauteil. Wähle so, dass die vorgesehene Nut vollständig im Holz bleibt und an der Verbindung ausreichend Material stehen bleibt. Bei einer schmalen Gehrung kann deshalb eine kleinere Größe sinnvoll sein.
Die Markierung 20 am Tiefenanschlag bedeutet die Einstellung für den zugehörigen Verbinder, nicht pauschal 20 mm tatsächliche Frästiefe. Ob der Anschlag richtig eingestellt ist, prüfst du mit der Anleitung und einer Probe am vorgesehenen Material. H9 ist ein Sonderfall mit 3-mm-Dicke und einem anderen vorgesehenen Fräser.
| Holzlamelle | Nennmaß des Verbinders | Einordnung |
|---|---|---|
| Größe 0 | 47 × 15 × 4 mm | Kürzerer Verbinder für entsprechend begrenzte Anschlussflächen |
| Größe 10 | 53 × 19 × 4 mm | Mittlere Größe; Platzbedarf in Gehrungen prüfen |
| Größe 20 | 56 × 23 × 4 mm | Größte der drei üblichen Standardlamellen |
| H9 | 38 × 12 × 3 mm | Sondergröße mit geeignetem 78-mm-Fräser; nicht einfach Stufe 0 verwenden |

Classic X, Top 21 oder Zeta P2 auswählen
Classic X für das klassische Lamello-System
Die Classic X fräst die Standardnut für Holzlamellen und andere dafür vorgesehene Verbinder. Ihr Schwenkanschlag lässt sich für Winkelverbindungen einsetzen. Für die Lage der Nut arbeitet das System mit seinen Bezugsflächen und passenden Aufsteckplatten. Die Classic X ist deshalb nicht auf rechtwinklige Verbindungen ohne Winkelverstellung beschränkt.
Bei einer gelegentlichen Korpusverbindung ist die gemeinsame Bezugskante oft wichtiger als die exakt mittige Lage der Nut. Wenn beide Sichtseiten am selben passend eingestellten Anschlag anliegen, können die Teile bündig werden, auch wenn die Nut nicht genau in der Materialmitte sitzt. Trotzdem müssen genügend Holz und die vorgeschriebenen Abstände verbleiben.
Top 21 verschiebt den Fräser relativ zur Grundplatte
Der zusätzliche Nutzen der Top 21 liegt in der Höhenverstellung des Fräsers. Lamello beschreibt einen Gesamtbereich von 4 mm, also 2 mm nach oben und 2 mm nach unten, in 0,1-mm-Schritten. Damit lässt sich die Nutlage fein verändern, beispielsweise für einen bewusst zurückgesetzten Boden oder wechselnde Plattendicken.
Diese Verstellung ist etwas anderes als ein höhenverstellbarer Anschlag. Sie kann den Wechsel von Auflagen vereinfachen, ersetzt aber nicht jede Aufsteckplatte und macht die Bezugskante nicht unwichtig. Ob sie sich lohnt, hängt davon ab, wie häufig du gezielt versetzte Verbindungen oder unterschiedliche Materialstärken bearbeitest.
Zeta P2 für Verbinder mit formschlüssiger P-System-Nut
Die Zeta P2 ergänzt die Fräsbewegung um die vorgesehene Hubmechanik für die spezielle P-System-Nut. Darin verankern sich passende Verbinder wie Clamex P oder Tenso P auf eine andere Weise als ein in einer geraden Nut verschraubter Clamex S. Die Wahl der Maschine folgt hier dem Verbinder.
Die Zeta P2 kann laut Hersteller auch als Standard-Nutfräse für Holzlamellen verwendet werden. Dafür sind der richtige Standardfräser und die Einstellung ohne P-System-Hub nach Anleitung erforderlich. Eine zweite Maschine ist also nicht grundsätzlich nötig; sie kann bei häufigem Wechsel lediglich das Umrüsten ersparen. Ein P-System-Fräser wird durch Abschalten des Hubs nicht automatisch zum 4-mm-Standardfräser.
Clamex S-20 und S-18 unterscheiden
S-20 passt in eine 4-mm-Nut
Clamex S-20 ist ein lösbarer Möbelverbinder, der in der passenden Standardnut verschraubt wird. Zum Öffnen und Schließen wird eine 6-mm-Zugangsbohrung benötigt. Die dafür vorgesehene Lehre und die passenden Schrauben gehören zur Verarbeitung. Du brauchst für dieses System also nicht automatisch eine Zeta P2.
Die geringe Dicke kann bei dünneren Materialien hilfreich sein. Die zulässige Mindestdicke hängt jedoch von der Einbauart ab: Lamello nennt aktuell 8 mm für eine Kantenfräsung, 16 mm für eine Flächenfräsung und 14 mm für die Winkelhalbierende. Eine 16-mm-Rückwand ist deshalb nicht allein aufgrund ihrer Dicke fertig geplant. Lage, Gegenstück, Schrauben und Zugangsbohrung müssen ebenfalls passen.
S-18 braucht die 8-mm-Nut und die passende Tiefe
Clamex S-18 wird in einer 8 mm breiten Nut befestigt. Lamello nennt dafür die Tiefenstufe D mit 15 mm. Der Hersteller beschreibt sowohl den geeigneten 8-mm-Fräser als auch ein vorgesehenes Verfahren mit zwei 4-mm-Fräsungen und passender Aufsteckplatte. Das ist keine allgemeine Erlaubnis, bei beliebigen Fremdmaschinen das Gehäuse auszufräsen oder einen breiteren Fräser einzubauen.
Bei einer Einhell TC-BJ 900 oder einer anderen Standardmaschine muss daher neben der erreichbaren Tiefe die ausdrücklich geeignete Verarbeitung geklärt sein. Ein maximaler Tiefenwert allein beweist keine Freigabe für das 8-mm-Werkzeug. Die S-20-Variante kann die einfachere Wahl sein, wenn sie zur geplanten Verbindung passt.
Die Festigkeit lässt sich nicht nur an der Nutbreite ablesen
Lamellos aktuelle Produktdaten nennen beispielsweise für Zugbelastung in Spanplatte 490 N beim S-20 und 550 N beim S-18; für MDF sind es 680 und 790 N. In Buche fällt der Unterschied mit 620 gegenüber 1420 N deutlicher aus. Das zeigt, warum es keine allgemeine Aussage wie „halb so dick, halb so stabil“ gibt.
Diese Werte stammen aus definierten Herstellerprüfungen. Sie sind keine zulässige Kilogrammangabe für ein beliebiges Regal. Material, Einbau und Belastungsart beeinflussen das Ergebnis. Wähle die Variante nach der vollständigen Anwendung und den zugehörigen Zeichnungen, nicht nur nach einer einzelnen Tabellenzahl.
Makita, Bosch und weitere Modelle sachlich vergleichen
Makita PJ7000 und DPJ180: Kabel oder Akku
Makita dokumentiert für die PJ7000 eine Leerlaufdrehzahl von 11.000/min und für die 18-V-DPJ180 6.500/min. Beide verwenden in der vorgesehenen Standardausführung einen 100-mm-Fräser und erreichen bis zu 20 mm Frästiefe. Die Drehzahldifferenz ist real; daraus lässt sich aber keine pauschale Aussage über die Genauigkeit oder Schnittqualität jedes einzelnen Geräts ableiten.
Für die Auswahl zählen die Führung mit deinem Material, der Zustand des Werkzeugs und die Handhabung mit Absaugschlauch. Ein Akku kann beim Arbeitsplatzwechsel angenehm sein. Ein Kabelgerät braucht während längerer Arbeiten keinen Akkuwechsel. Beide müssen mit kontrolliertem Vorschub und geeignetem Werkzeug betrieben werden.
Im deutschen Makita-Katalog wird die PJ7000J mit MAKPAC geführt. Das J bezeichnet hier den dokumentierten Lieferumfang und ist kein Beleg für eine genauere Fräseinheit. Bei DPJ180Z, ZJ oder anderen Paketen vergleichst du ebenfalls Akku, Ladegerät, Koffer und Zubehör anhand der konkreten Artikelliste.
Bosch GFF 22 A und GFF 18V-22 nicht vermischen
Die Originalunterlagen der kabelgebundenen GFF 22 A nennen 670 W und 9.000/min. Die aktuelle GFF 18V-22 ist dagegen eine Akkumaschine mit 11.000/min. Beide Zahlen können in einer Suche auftauchen, beschreiben aber nicht automatisch zwei Geschwindigkeitsstufen derselben Kabelmaschine.
Im älteren Bosch-Katalog unterscheiden sich 0601620003 und 0601620070 vor allem durch die aufgeführten Koffer- und Paketbestandteile; beide werden mit derselben grundlegenden Leistungs- und Drehzahlangabe geführt. Daraus wird hier keine unbelegte mechanische Verbesserung einer „neueren Serie“ abgeleitet. Prüfe Bestellnummer, Typenschild und Zubehör zusammen.
Wenn die Höhenverstellung einer GFF 18V-22 hakt oder das Einstellrad durchrutscht, wird zuerst nach Anleitung geprüft, ob die Klemmung vollständig gelöst ist und der Anschlag frei bewegt werden kann. Erzwinge die Bewegung nicht und ersetze das Rad nicht versuchsweise durch ein selbstgefertigtes Metallteil. Bei beschädigten Teilen ist der passende Serviceweg sinnvoll; die aktuelle Lieferbarkeit einer Ersatzteilnummer muss direkt geprüft werden.
Weitere Maschinen nach Ausstattung und Zustand bewerten
Die folgende Übersicht nennt konkrete Unterschiede, keine Rangliste aus einem eigenen Maschinentest. Die erreichbare Wiederholgenauigkeit zeigt sich an einem richtig eingerichteten Exemplar und an sauberen Probefräsungen.
| Maschine | Dokumentierter Anhaltspunkt | Bei der Auswahl beachten |
|---|---|---|
| DeWalt DW682K | 600-W-Kabelgerät; 100-mm-Fräser, Standardnut 4 mm, bis 20 mm Tiefe | Höhen- und Winkelanschlag, Klemmen und vollständiges Zubehör prüfen |
| Einhell TC-BJ 900 | Aktuelle Herstellerbeschreibung nennt 860 W sowie stufenlose Höhen- und Winkelverstellung | Modellname 900 nicht als Wattangabe lesen; Tiefe und Nutlage am tatsächlichen Gerät prüfen |
| Ferm BJM1001 / FBJ-710 | Älteres Herstellerdatenblatt: 710 W, 11.000/min, maximal 18 mm Tiefe | Andere Tiefengrenze als manche 20-mm-Geräte; Zustand und Originalanleitung mitprüfen |
| Triton TBJ001 | Dokumentierter 760-W-Aufbau mit verstellbarem Anschlag und Tiefenrevolver | Nicht mit dem Doppelbohrgerät TDJ600 verwechseln; Lieferumfang der Region prüfen |
| Parkside oder Pattfield | Mehrere Ausführungen und Baujahre im Umlauf | Genaue Modell- und Identnummer verlangen; keine pauschale Genauigkeit aller Geräte behaupten |
Wenn die Lamellos zu locker sitzen oder die Flächen versetzt sind
Seitliches Verschieben und Kippeln sind verschiedene Dinge
Etwas Spiel entlang der Nut erleichtert das Ausrichten. Ein Dübel, der deutlich in der Nutdicke kippt, beschreibt ein anderes Problem. Auch eine zu tiefe Nut erklärt nicht automatisch, warum die Sichtflächen in der Höhe versetzt sind. Trenne deshalb Länge, Dicke, Tiefe und Lage der Nut bei der Prüfung.
Miss zunächst mehrere trockene Dübel aus derselben Packung. Prüfe dann eine sauber hergestellte Nut und vergleiche eine zweite Packung geeigneter Verbinder. Schwankende oder feucht gelagerte Lamellen können sich anders verhalten. Mehr Leim ist keine zuverlässige Lösung für eine deutlich falsche Passung.
Eine Vergleichsprobe zeigt den Höhenversatz
Nimm zwei plane Reststücke, markiere dieselbe vorgesehene Sichtseite und eine gemeinsame Bezugskante. Fräse mit unveränderter Einstellung je eine passende Nut und stecke die Teile trocken zusammen. Prüfe die Sichtflächen mit einer geraden Leiste. Wiederhole den Versuch, ohne die Anschlaghöhe zu ändern.
Ein gleichbleibender Versatz weist auf Bezug oder Einstellung hin; wechselnde Ergebnisse können zu kippender Auflage, Führungsspiel oder einer wandernden Klemmung passen. Eine schiefe Nut trotz korrekt aufliegender Maschine verlangt eine genauere Prüfung. Eine aufgedruckte Winkelmarkierung allein ist kein Nachweis für einen tatsächlich parallelen Anschlag.
Ein zu breiter Schnitt ist kein Anlass, die Schneiden selbst dünner zu schleifen
Wenn ein nominell 4-mm-Fräser eine auffällig breitere Nut erzeugt, können unter anderem falsche Montage, Verschmutzung an den Anlageflächen, beschädigtes Werkzeug oder Rundlaufprobleme beteiligt sein. Ziehe den Stecker beziehungsweise entferne den Akku, bevor du den vorgesehenen Kontroll- oder Reinigungsablauf beginnst.
Hartmetallschneiden werden nicht auf Schleifpapier dünner geschliffen, und Schutzteile oder Absaugkanäle werden nicht entfernt, um ein vermeintliches Problem zu beheben. Ebenso ist das Unterlegen unbekannter Folien in Führungen keine allgemein freigegebene Reparatur. Bleibt die Abweichung bestehen, wird das Gerät samt Werkzeug fachgerecht geprüft.
Schattenfugen und lange Nuten gesondert planen
Eine Verbindungsnut ist noch keine saubere Führung über zwei Meter
Makita nennt für die PJ7000 auch das Schneiden von Schattenfugen an Wand und Decke. Für diesen Einsatz müssen jedoch das vorgesehene Werkzeug, der Aufbau und die Anleitung passen. Eine lange Laufnut für eine dünne Schiebetür ist eine andere Aufgabe als das punktuelle Setzen einer Lamelle.
Bei einer 2400 mm langen Nut zählen vor allem eine durchgehende Führung, Auflage und Spanabfuhr. Ein nominell 4-mm-breiter Schnitt ist auch nicht automatisch die passende Laufnut für jede 3-mm-Platte. Maßschwankung, Oberflächen und gewünschtes Spiel werden an einem kurzen Muster geprüft. Eine geführte Oberfräse zum Nuten und Falzen kann für diese Aufgabe zweckmäßiger sein.
Eine schmale Schattenfuge hängt auch von der Maschine ab
Bei einer Fuge nahe einer Wand oder Ecke begrenzen Gehäuse, Grundplatte und Werkzeuglage den erreichbaren Abstand. Die Fräserbreite allein sagt daher nicht, ob eine gewünschte 8-mm-Fuge möglich ist. Frage nach der dokumentierten Mindestfuge in genau dieser Anwendung oder prüfe den Aufbau spannungsfrei am Muster.
Eine abgedrehte Spannmutter oder veränderte Schutzhaube ist keine Lösung für fehlende Zugänglichkeit. Wenn die vorgesehene Maschine nicht bis an die Stelle kommt, braucht es ein anderes geeignetes Verfahren. Für eine laufende Längsnut wird auch keine gewöhnliche Flachdübelfräse improvisiert unter einen Tisch montiert.
Gebrauchte Lamello und ältere Fremdfabrikate prüfen
Minilo, Top 10 und Classic C3 sind keine bloßen Kofferpakete
Lamellos eigene Unternehmensnachrichten beschreiben die Minilo als frühe handgeführte Nutfräse, die in verschiedenen Ausführungen von 1969 bis 1984 angeboten wurde. Die Top 10 wurde später eingeführt. Solche Namen können also sehr alte Technik bezeichnen. Ein äußerlich gepflegtes Gerät ist nicht automatisch vollständig oder für dieselben Anschlagarbeiten wie eine aktuelle Classic X eingerichtet.
Die Classic C3 ist in der Hersteller-Ersatzteilliste als eigenes Modell L46 mit Auslaufjahr 2013 aufgeführt. Sie ist damit nicht einfach eine Classic X mit anderem Koffer. Bei einem Gebrauchtkauf gehören Originalanleitung, sichere Rückstellung, feste Anschläge, Werkzeugbefestigung, Absaugteile und der tatsächliche Zustand der elektrischen Komponenten zur Prüfung.
Ersatzteile vor dem Kauf klären
Bei einer Top 10 mit fehlender Rutschsicherung wird die genaue Geräte- und Teilezuordnung beim Hersteller abgeglichen. Eine ältere Nummer wie 251004-318 ist keine aktuelle Lieferzusage. Beliebige Silikonpuffer können die Auflage und Nutlage verändern und werden nicht ungeprüft als Ersatz empfohlen.
Dasselbe gilt für eine Mafell LNF19, Kress 750FDF, Casals JS102 oder Freud JS104: Eine aktuelle Maschine mit ähnlicher Form belegt weder identische Ersatzteile noch eine bestimmte Restlebensdauer. Wenn eine wichtige Führung, Rückholfeder oder Schutzkomponente nicht mehr passend erhältlich ist, wird der günstige Kauf schnell unpraktisch. Vergleiche den vollständigen, einsatzfähigen Zustand.
Wolfcraft-Multiholzfräse als dokumentiertes Vorsatzsystem erkennen
Die ältere Wolfcraft-Unterlage beschreibt ein bestimmtes Vorsatzgerät für einen passenden Winkelschleifer. Dazu gehören Gehäuse, Schlitten, Werkzeug und seitliche Befestigungen. Das ist etwas anderes als ein Holzfräser, der frei auf eine Flex gesetzt wird.
Bei einem gebrauchten Satz müssen die vollständige Originalanleitung, alle Schutz- und Befestigungsteile sowie die ausdrücklich passende Antriebsmaschine vorliegen. Aus einem passenden Gewinde allein folgt keine sichere Kombination. Für einen Einsteiger kann eine vollständige eigenständige Flachdübelfräse einfacher zu beurteilen und einzurichten sein.
Zeichnung, Absaugung und Probestück nicht vergessen
Den Schnitt zeichnen, den du tatsächlich zeigen willst
Eine technische Zeichnung muss zwischen dem Flachdübel und der gefrästen Tasche unterscheiden. Der Scheibenfräser erzeugt eine kreisbogenförmige Tasche; sie ist nicht einfach ein beliebiges Rechteck. Welche Kontur im Schnitt sichtbar wird, hängt von der Lage der Schnittebene ab. Beschrifte Verbindergröße, Nutdicke, Bezugskante und Einbauposition eindeutig.
Für Sonderverbinder wie Clamex stellt der Hersteller CAD-Daten für Verbinder und Bearbeitung bereit. Verwende diese passende Geometrie, statt eine ähnliche Ellipse zu zeichnen. Eine allgemeine Vorschrift zur Darstellung nach DIN 919 wird hier ohne die konkret verwendete Normausgabe nicht behauptet.
Absaugung hilft auch bei wenigen Verbindungen
Die punktuelle Bearbeitung erzeugt ebenfalls Staub und Späne. Ein angeschlossener geeigneter Sauger kann sowohl die Erfassung als auch das Freihalten der Nut unterstützen. Ein Akkuantrieb macht diese Aufgabe nicht überflüssig. Führe den Schlauch so, dass er die Maschine nicht von der Bezugskante zieht.
Vor der Serie werden Anschlag, Fräser und Tiefe geprüft. Danach entsteht eine vollständige Trockenprobe am gleichen Material. Erst wenn Lage, Passung und Zugänglichkeit stimmen, werden die endgültigen Teile bearbeitet. Das ist auch bei einer teuren Maschine sinnvoll und erspart mehr Nacharbeit als ein ungeprüfter Markenwechsel.
Vor Kauf und erster Verbindung prüfen
Beispiele aus der Praxis
Die Bretter lassen sich seitlich verschieben, liegen aber bündig
Das seitliche Spiel kann beim Ausrichten hilfreich sein. Prüfe getrennt davon, ob die Lamelle in der Nutdicke kippt und ob die Sichtflächen bei korrekter Auflage bündig sind. Eine längere Nut ist nicht automatisch ein Fehler.
Für einen zerlegbaren Schrank scheint eine Zeta nötig
Prüfe zuerst den gewünschten Verbinder. Ein geeigneter Clamex S-20 kann mit einer normalen 4-mm-Nut verarbeitet werden; dazu kommen Schrauben und Zugangsbohrung. Clamex P benötigt dagegen die besondere P-System-Geometrie. Die Maschine folgt dieser Entscheidung.
Die 20er-Einstellung wurde mit 20 mm Tiefe verwechselt
Die Ziffer bezeichnet bei klassischen Raststufen die Lamellengröße. Stelle nach der Maschinenanleitung ein und prüfe zwei passende Proben. Die sichtbare Verbindung soll schließen, während der vorgesehene Leimraum erhalten bleibt.
Häufige Fragen
Welche Lamello-Größe wird am häufigsten gebraucht?
Größe 20 ist für viele gewöhnliche Möbelverbindungen verwendbar, aber nicht pauschal richtig. Prüfe den Platz für die gesamte Nut. Für schmale Anschlüsse können 10, 0 oder ein anderes passendes Verbindungssystem geeigneter sein.
Kann die Zeta P2 auch normale Holzlamellen verarbeiten?
Ja, mit dem dafür vorgesehenen Standardfräser und der richtigen Einstellung ohne P-System-Hub. Der P-System-Fräser selbst ist kein gewöhnlicher 4-mm-Fräser.
Ist Clamex S-20 genauso stark wie S-18?
Nicht pauschal. Die Herstellerwerte unterscheiden sich je nach Trägermaterial und Belastungsart. S-20 braucht weniger Nutbreite; für die Auswahl zählen Einbaugeometrie, Material und die vollständige Verbindung.
Sind PJ7000 und PJ7000J unterschiedliche Fräsen?
Das J steht beim dokumentierten deutschen Paket für den Lieferumfang mit MAKPAC. Vergleiche die Artikelliste; daraus folgt keine grundsätzlich genauere Fräseinheit.
Sind 6500/min bei der Makita DPJ180 zu wenig?
Das ist die dokumentierte Leerlaufdrehzahl dieser Akkumaschine. Die höhere Drehzahl der PJ7000 ist kein eigenständiger Qualitätsnachweis. Werkzeugzustand, Führung, Material und passender Vorschub entscheiden mit.
Müssen Flachdübel stramm in der Nut sitzen?
Sie müssen passend und ohne problematisches Kippeln sitzen. Seitliches Spiel zum Ausrichten ist etwas anderes als eine zu große Nutdicke. Prüfe mehrere trockene Lamellen und eine Probefräsung.
Gibt es eine Metabo-Flachdübelfräse für vorhandene Akkus?
Prüfe die konkrete Maschine und ihr Akkusystem. Lamello bietet Akkumaschinen innerhalb des CAS-Systems an; die ausdrückliche Akku-Kompatibilität ist entscheidend. Eine vorhandene Metabo-Batterie macht eine beliebige 18-V-Fräse nicht passend.
Quellen und weiterführende Informationen
- Lamello: aktueller Katalog, Lamellengrößen und technische Anmerkungen
- Lamello: Classic X, Anschläge und System
- Lamello: Top 21, Höhenverstellung des Fräsers
- Lamello: Zeta P2 und Standardnut-Anwendung
- Lamello: Clamex S-20, Einbauarten und Festigkeitswerte
- Lamello: Clamex S-18, Nut und Festigkeitswerte
- Makita: deutsches Datenblatt PJ7000
- Makita: Vergleich PJ7000 und DPJ180, Drehzahl und Werkzeug
- Makita: deutscher Katalog 2025, PJ7000J-Lieferumfang
- Bosch: Originalanleitung GFF 22 A (Herstellerkopie)
- Bosch: älterer Herstellerkatalog mit Paketnummern 003 und 070 (Herstellerkopie)
- Bosch: GFF 18V-22, aktuelle technische Daten
- Einhell: TC-BJ 900, aktuelle Ausstattung und Leistungsangabe
- Ferm: Originaldatenblatt BJM1001, Ausgabe 2010 (Herstellerkopie)
- DeWalt: Herstellerkatalog, DW682K (Herstellerkopie)
- Triton: Originalanleitung TBJ001 (Herstellerkopie)
- Lamello: Unternehmensnachrichten März 2023, Minilo und Top 10 (Herstellerkopie)
- Lamello: Ersatzteilliste, unter anderem Classic C3
- Wolfcraft: Originalunterlage Holzverbinden mit Multiholzfräse
Weiterlesen zum Thema
Oberfräse auswählen: Welche Bauform passt zu deinen Arbeiten?
Den passenden Fräser für Holz auswählen
Tischfräse oder Frästisch: Was passt zu deinen Arbeiten?