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Tauchsäge auswählen: Schiene, Schnitttiefe und Modellunterschiede

Von 13 Min. Lesezeit Sägen Aktualisiert

Eine Tauchsäge spielt ihre Stärken bei geraden Plattenzuschnitten und kontrolliert begonnenen Ausschnitten aus. Du führst die Maschine über das unterstützte Werkstück. Für die Auswahl zählen die Schnitttiefe auf der verwendeten Schiene, die passende Blattgeneration und das gesamte Arbeitsverfahren – nicht nur die größte Zahl im Modellnamen.

13 Minuten

Wann eine Tauchsäge die passende Bauart ist

Das Sägeaggregat lässt sich aus der geschützten Ausgangsposition bis zur eingestellten Tiefe absenken. Dadurch kann ein Schnitt innerhalb einer Platte beginnen, sofern Maschine, Führung, Rückschlagbegrenzung und Auflage dafür eingerichtet sind. Die geschlossene Blattumgebung erleichtert außerdem die Absaugung. Sie macht den Schnitt nicht automatisch staubfrei.

Möbelplatten, Arbeitsplatten und lange Sichtkanten

Für Schrankseiten, Tischplatten und lange Blenden kann das Werkstück auf einer geeigneten Opferauflage liegen bleiben. Du bewegst die vergleichsweise kleine Maschine statt der großen Platte. Eine ausreichend lange Führungsschiene stellt die gerade Linie her. Bei vielen identischen schmalen Streifen kann eine Tischkreissäge dennoch schneller einzurichten sein.

Eine normale Handkreissäge kann mit passender Führung ebenfalls gerade Schnitte erzeugen. Der Unterschied liegt nicht in einer magischen Genauigkeit der Tauchfunktion, sondern im kontrollierten Eintauchen, dem jeweiligen Schienensystem, der Schutzhaubengeometrie und den Einstellmöglichkeiten. Für viele kurze Ablängschnitte kann eine Kappsäge besser passen.

Warum eine Plattensäge keine allgemeine Brennholzsäge ist

Unregelmäßige Scheite bieten keine zuverlässige ebene Auflage für den Sägeschuh. Zerlegte Paletten können Nägel, Klammern oder unbekannte Verschmutzungen enthalten. Eine Kaufentscheidung für OSB-Zuschnitte sollte deshalb nicht mit dem Wunsch vermischt werden, beliebiges Restholz einhändig zu zerlegen. Wähle für jedes Material eine geeignete Aufspannung und das ausdrücklich vorgesehene Werkzeug; beide Hände bleiben für die Führung frei.

Die nutzbare Schnitttiefe auf der Schiene zählt

Die Schiene hebt die Maschine über die Holzoberfläche. Entsprechend verringert sich die erreichbare Tiefe. Manche Sägen haben dafür zwei Skalen oder einen umstellbaren Zeiger. Andere Produktseiten zeigen nur den größten Wert ohne Schiene. Bei geneigtem Blatt sinkt die nutzbare Materialstärke zusätzlich.

Ein 58-mm-Werkstück ist eine andere Aufgabe als eine 18-mm-Platte

Für eine 18-mm-Möbelplatte bieten viele übliche Tauchsägen reichlich Reserve. Bei einer 58 mm starken Tischplatte muss die konkrete Schienenkapazität geprüft werden. Die TS 60 K erreicht laut betrachteter Anleitung 62 mm ohne Schiene, aber 57 mm mit FS-Schiene. Für den 58-mm-Schnitt ist sie in dieser Anordnung also nicht ausreichend. Die Metabo KT 66 BL weist dagegen 61 mm mit Führungsschiene aus. Das ist ein relevanter Unterschied, obwohl beide Maschinen äußerlich derselben handlichen Klasse angehören.

Die Schnitttiefe wird materialbezogen eingestellt. Unnötig großer Blattüberstand unter dem Werkstück ist kein Leistungsgewinn. Unterlage, Schnittlinie und darunterliegender Freiraum werden vor dem Sägen geprüft. Eine zweite Lage auf dem Tisch darf nicht versehentlich mitgeschnitten werden.

Maschine und Quelle90° ohne Schiene90° mit zugehöriger SchieneWas die Zahl bedeutet
Festool TS 60 K, betrachtete Anleitung62 mm57 mmDer Modellname ist keine 60-mm-Schienenfreigabe
Metabo KT 66 BL 60116650066 mm61 mmZusätzliche Tiefe für stärkere Platten
DeWalt DWS520 QS/GB, Originalanleitung59 mm55 mmSchienenabzug ausdrücklich dokumentiert
Bosch GKT 18V-52 GC, ursprüngliche Produktreihe52 mm46 mmKompakte Akku-Säge mit kleinerem Blatt
Tauchsäge mit Absaugschlauch auf einer Führungsschiene über einer Holzplatte.
Eine passende Schiene und sichere Auflage gehören zum gesamten Sägesystem.
Zwei Holzquerschnitte zeigen dieselbe schematische Sägeblatttiefe einmal direkt auf dem Holz und einmal auf einer erhöhten Führungsschiene.Vergrößern
Die erhöhte Maschinenlage auf einer Schiene verringert die erreichbare Tiefe im Holz. Maßgeblich ist der Wert mit dem vorgesehenen Schienensystem.

Festool TS 55, TS 60 K und TS 75 auseinanderhalten

Die Modellfamilie deckt verschiedene Tiefen und Schutzkonzepte ab. Ein größerer Zahlenwert bedeutet nicht, dass vorhandene Blätter weiterverwendet werden können. Besonders bei gebrauchten TS-55-Maschinen ist die vollständige Typbezeichnung wichtig.

TS 55 R und TS 55 F haben unterschiedliche Blattanforderungen

Festool schließt die neuen 1,8-mm-Blätter für TS 55 R und die ältere TSC 55 ausdrücklich aus: Ihr Führungskeil ist für die breitere Schnittfuge ausgelegt. Umgekehrt dürfen TS 55 F und TSC 55 K nur die vorgesehenen 1,8-mm-Blätter verwenden. Ein Umbau des alten Führungskeils zum Umgehen dieser Vorgabe ist laut Hersteller nicht vorgesehen. Für eine TS 55 EBQ, REBQ oder ATF 55 wird deshalb zuerst die konkrete Generation identifiziert; „für TS55“ auf einem Händleretikett genügt nicht.

TS 60 K: mehr Tiefe, anderes Blatt und KickbackStop

Die TS 60 K verwendet 168-mm-Blätter; die 160-mm-Blätter der TS-55-Klasse passen nicht als freigegebener Ersatz. Die Anleitung nennt 168 × 1,8 × 20 mm mit 1,2 mm Stammblattdicke. Das Schutzsystem erkennt über einen Abtastkeil ein Abheben und bremst bei entsprechender Auslösung. Es ist kein Hautkontaktsystem wie SawStop und ersetzt keine sichere Führung.

Eine weitere konkrete Eigenschaft ist die Möglichkeit, die TS 60 K mit der dafür vorgesehenen FSK-Kappschiene zu koppeln. Das kann bei vielen wechselnden Querzuschnitten nützlich sein. Die Maschine wird dadurch nicht für jede beliebige Kappschiene oder jedes kleine Reststück geeignet. Die Festool-Produktseite nennt bei 45° bis 40 mm Materialstärke auf der Führungsschiene.

TS 75: Tiefenreserve gegen Größe abwägen

Die TS 75 nutzt ein 210-mm-Blatt, hat eine reguläre maximale Tiefe von 75 mm ohne Schiene und wiegt laut aktueller Produktseite 6,5 kg ohne Zubehör. Federnder Spaltkeil, Rutschkupplung und mechanischer Rückschlagstopp gehören zu ihrem Konzept. Das ist nicht dieselbe Technik wie der KickbackStop der TS 60 K. Für häufige dicke Werkstücke kann die Reserve sinnvoll sein; für zahlreiche dünne Möbelplatten trägst und führst du hingegen eine größere Maschine.

Makita, Mafell, Bosch und Metabo konkret vergleichen

Bei diesen Reihen ist der gewünschte Arbeitsablauf ein guter Ausgangspunkt: kabelgebundener Plattenzuschnitt, mobiles Arbeiten mit vorhandenen Akkus oder eine besondere Vorritzfunktion. Die folgenden Unterschiede sind dokumentierte Funktionen, keine Rangfolge selbst getesteter Maschinen.

Makita SP6000 und DSP600/DSP601

Der deutsche Makita-Katalog 2025 nennt für die netzbetriebene SP6000 56 mm maximale Schnittleistung bei 90° und 40 mm bei 45°. Das dort aufgeführte SP6000J1-Paket enthält eine 1400-mm-Schiene und einen MAKPAC. Daraus folgt nicht, dass jedes J- oder ältere Händlerpaket denselben Lieferumfang hat.

Die DSP600 verwendet zwei 18-V-LXT-Akkus und ein 165-mm-Blatt. Auch hier sind 56 mm bei 90° und 40 mm bei 45° dokumentiert. Die DSP601 ergänzt die AWS-Funktion zur drahtlosen Einschaltung kompatibler Absaugung. AWS-Fähigkeit bedeutet nicht, dass jeder Bluetooth-Sauger funktioniert oder das Funkmodul in jedem Paket liegt. Für eine Werkstatt mit vorhandenen LXT-Akkus ist das eine konkrete Systemfrage; beim reinen Kabelbetrieb entfällt dagegen die Organisation zweier geladener Akkus.

Mafell MT 55: Vorritzen als eigener Arbeitsgang

Die MT 55 cc erreicht ohne Schiene 57 mm und bei 45° 40,5 mm. Ihre Vorritzfunktion begrenzt den ersten Schnitt auf eine geringe Tiefe und versetzt die Schnittlage gegenüber dem anschließenden Trennschnitt. Damit werden die Oberflächenfasern gesondert getrennt. Es handelt sich nicht um ein zweites Vorritzblatt wie bei einer entsprechend ausgestatteten Formatkreissäge.

Eine flache Vorritzstellung ist außerdem keine Erlaubnis, irgendeine Tauchsäge rückwärts durch das Holz zu ziehen. Die vorgeschriebene Bewegungsrichtung und der jeweilige Modus gehören zur Maschine. Die MT 55 cc und die Akku-MT-55-Varianten sind getrennte Ausführungen; auch ein gemeinsamer Markenname beweist keine unveränderte Elektronik oder Blattfreigabe über alle Generationen.

Bosch GKT 55 GCE und GKT 18V-52 GC

Die kabelgebundene GKT 55 GCE nutzt ein 165-mm-Blatt und erreicht ohne Schiene 57 mm, bei 45° 42 mm. Die ursprüngliche GKT 18V-52 GC arbeitet mit einem 140-mm-Blatt und einem 18-V-Akku. Ihre 46 mm auf der Schiene sind ein konkreter Kapazitätsunterschied. Bei dickeren Werkstücken darf die größere Nennleistung eines Akkuvergleichs diese Geometrie nicht verdecken.

Für die ursprüngliche GKT nennt Bosch kompatible Schienensysteme von Bosch, Festool, Mafell und Makita. Trotzdem müssen Spiel, Anlage und die Schnittkante der tatsächlich verwendeten Kombination stimmen. Alte GKT-Produktlinks führen teilweise inzwischen zur EXKT-Reihe. Ersatzteil- und Einstelldaten werden deshalb über die Sachnummer der vorhandenen Maschine gesucht und nicht aus einer ähnlich aussehenden Nachfolgerseite übernommen.

Metabo KT 66 BL: Netzgerät und Akkuversion trennen

Die KT 66 BL ist eine kabelgebundene Tauchkreissäge. Die KT 18 LTX 66 BL ist die Akkuvariante. Wer ausdrücklich nach 230 V sucht, muss also nicht automatisch auf die Akku-KT ausweichen. Für die betrachtete KT 66 BL sind ein 165 × 20-mm-Blatt, 66 mm maximale Tiefe, 43 mm bei 45° und 61 mm auf Schiene dokumentiert. Ihr Doppelanzeiger unterstützt die Unterscheidung zwischen Arbeiten mit und ohne Schiene.

Festool TS 55 oder Makita SP6000?

Vergleiche die genaue TS-55-Generation mit dem vollständigen SP6000-Angebot. Bei beiden zählen Schiene, Transportkoffer und passendes Blatt zum nutzbaren Paket; ein kleiner Unterschied beim bloßen Maschinenpreis kann sich dadurch umkehren. Das 165-mm-Blatt der SP6000 ist kein Qualitätsnachteil, verlangt aber die richtigen Blattmaße. Bei Festool gehören wiederum die zur Generation passende Schnittfugenbreite und der Führungskeil zusammen.

Prüfe bei einer Vorführung das Spiel auf der Schiene, die Handhabung des Tauchmechanismus, Schnitttiefe und Absauganschluss. Ein gewünschtes plug-it-Wechselkabel oder bereits vorhandene, tatsächlich freigegebene Schienen können die Entscheidung beeinflussen. Einen künftigen Wiederverkaufswert oder pauschal bessere Schnittqualität einer Marke kann man aus diesen Merkmalen nicht garantieren.

DeWalt, Scheppach und Triton: Paket und Variante prüfen

Ein preisgünstiges Set kann für gelegentliche Plattenzuschnitte ausreichen, wenn die konkrete Kombination die Aufgabe bewältigt. Prüfe dabei Schienenlänge, Verbinder, Klemmen und geeignetes Blatt. Zwei kurze Schienen sind nicht ohne Weiteres so eingerichtet wie eine ungeteilte lange Schiene.

DWS520 ist eine Tauchsäge

Die DeWalt DWS520 wird gelegentlich wegen ihrer DWS-Bezeichnung mit Paneelsägen verwechselt. Die Originalanleitung beschreibt ausdrücklich eine Tauchsäge mit 165-mm-Blatt. In der europäischen QS/GB-Ausführung sind 59 mm ohne und 55 mm mit Führungsschiene dokumentiert. Bei einem DWS520KT-Angebot prüfst du zusätzlich den ausgewiesenen Koffer- und Schienenumfang; die Endung allein ist keine technische Mehrleistung.

PL55 und TTS1400: Grenzmaße nicht aus verschiedenen Generationen mischen

Für die Scheppach PL55 existieren Herstellerunterlagen mit abweichenden 45°-Werten. Die hier gelesene ältere Originalanleitung nennt 41 mm ohne Schiene; eine aktuelle Shopdatentabelle nennt andere Werte. Für einen Grenzschnitt zählt daher die passende Artikelnummer mit ihrer Anleitung. Die übliche 55-mm-Nennung ist jedenfalls nicht automatisch die Tiefe auf der Schiene.

Auch bei der Triton TTS1400 zeigen aktuelle Produkt- und Paketdarstellungen widersprüchliche Tiefenangaben. Belegt sind das Konzept mit verschiedenen Tauch-/Vorritz-/Blattwechselstellungen und eine justierbare Schienenführung. Eine konkrete maximale Tiefe wird hier nicht aus widersprüchlichen Shopfeldern ausgewählt. Für eine 40-mm-Gehrung ist gerade diese Klärung vor dem Kauf erforderlich.

„Toom-Tauchsäge“ benennt zunächst eine Bezugsquelle. Ohne Modell- und Artikelnummer lässt sich daraus keine Haltbarkeit, Blattaufnahme oder Schienenkompatibilität ableiten. Bei Mini-Tauchsägen muss zusätzlich die sehr kleine Auflage und häufig geringe Tiefe zur Aufgabe passen. Sie sind keine universelle günstigere Ausgabe einer großen Plattensäge.

Einhell TE-PS165, Makita SP6000 oder eine Schienen-Handkreissäge?

Für Plattenzuschnitte sind Einhell TE-PS165 und Makita SP6000 als Tauchsägen anders zu beurteilen als eine klassische Schienen-Handkreissäge wie Bosch PKS66AF. Wer nur von einer Plattenkante zur anderen schneidet, braucht nicht zwangsläufig denselben Tauchablauf wie bei einem begrenzten Ausschnitt. Entscheidend bleiben eine passende Führung, sichere Auflage und die tatsächlich benötigte Schnitttiefe.

Beurteile Einhell- und alternative Schienen nicht allein nach einem Video oder ihrer äußeren Form. Lass Spiel, Führung und die konkrete Kompatibilität bestätigen. Eine vorhandene Metabo KS1468s wird ebenfalls nicht durch ein beliebiges Profil zur freigegebenen Schienensäge.

Schiene, Blatt und Auflage als System einrichten

Eine gerade Schiene kann keine kippende Platte oder ein ungeeignetes Blatt ausgleichen. Die Unterlage muss beide Seiten des Schnittes so unterstützen, dass nichts absinkt oder den Schnitt schließt. Klemmen dürfen weder das Blatt noch den Sägeschuh behindern. Kabel und Schlauch brauchen einen freien Weg über die gesamte Schnittlänge.

Schienenlänge und Überstand planen

Für einen 1200-mm-Schnitt reicht nicht automatisch eine 1200-mm-Schiene. Die Maschine muss vor dem Eintritt und nach dem Austritt ausreichend geführt sein. Wie viel Überstand erforderlich ist, hängt von der Lage der Führungsbacken und der Maschinengeometrie ab. Markiere bei ausgeschalteter, stromloser Maschine die Start- und Endstellung, bevor du ein Set nach bloßer Schienenlänge kaufst.

Verbinde zwei Schienen auf einer ebenen Unterlage und kontrolliere den Übergang mit einem geeigneten geraden Bezug. Ein fühlbarer Versatz oder ein Richtungswechsel an der Verbindung muss vor dem Sägen behoben werden. Die Führungsschienenauswahl behandelt Profile, Verbinder und Zubehör ausführlicher.

Blattgeneration und Schnittkante zusammen prüfen

Durchmesser, Bohrung, Stammblattdicke, Schnittbreite, zulässige Drehzahl und Material müssen zur Maschine passen. Nach einem Blattwechsel kann die vorher eingesägte Gummilippe eine andere Schnittkante zeigen. Ein fein gezahntes Plattenblatt ist außerdem nicht automatisch die beste Wahl für lange Schnitte durch dickes Massivholz. Die passende Geometrie erklärt die Sägeblattübersicht.

Zuschnittbrett und Winkelanschlag

Ein Zuschnittbrett kann wiederkehrende rechte Winkel erleichtern. Wichtig sind eine klare Bezugsfläche, eine festgelegte Anschlagposition und ein Werkstück, das während des Schnitts nicht angehoben oder verschoben wird. Liegt die Schiene auf hohen Hilfsauflagen über einem dünnen Teil, fehlen möglicherweise die flächige Anlage und die Wirkung der Splitterschutzlippe. Dann braucht die Konstruktion eine passende Höhenanpassung und eigene Werkstückspannung.

Bei einem älteren Taiga-Tools-Winkelanschlag ist die genaue Schienenvariante entscheidend. Eine allgemeine Markennennung „Bosch“ beweist noch keine Passung zu jeder Schiene. Ohne identifizierte Ausführung wird hier keine aktuelle Ersatz- oder Universal-Kompatibilität zugesagt. Für kleine, nicht ausreichend sicher gehaltene Teile ist ein anderes Verfahren sinnvoller als ein improvisierter Schienentisch.

Probleme unterscheiden, bevor du die Maschine justierst

Ein unbefriedigender Schnitt kann aus der Führung, dem Blatt, dem Werkstück oder der Einstellung entstehen. Prüfe jeweils nur eine Ursache. Eine schwergängige Führung wird nicht durch höheren Vorschub „eingefahren“.

BeobachtungZuerst prüfenKeine vorschnelle Schlussfolgerung
Schnitt gerade, aber überall zu breitSchnittseitenmarkierung, Gummilippe, AnschlagbezugDie Schiene ist nicht automatisch krumm
Breite verändert sich entlang des SchnittsSchienenbefestigung, Verbinder, WerkstückauflageNicht sofort die Blattneigung verstellen
Schnittfläche nicht rechtwinkligEbenheit der Auflage und dokumentierte 0°-StellungSkalenwert allein ist kein Messnachweis
Brandspuren oder stockender VorschubGeeignetes scharfes Blatt, Harz, Klemmung, VorschubMehr Druck ist keine Reparatur
Akku-Säge schaltet abLadezustand, Temperatur, Last und dokumentierte AnzeigeNicht jede Abschaltung ist ein Serienfehler

Akku, Kabel und Gebrauchtkauf abwägen

Ein Akku erleichtert das Umsetzen und beseitigt eine mögliche Kabelkante. Beim Absaugen bleibt häufig dennoch ein Schlauch. Für längere Arbeiten planst du passende Akkus, Ladezeit und Leistungsanforderung ein. Vorhandene Akkus können den Systempreis beeinflussen, beweisen aber nicht, dass jede kleine Akkugröße die gewünschte Leistung bereitstellt.

Ein Netzgerät passt gut zu einem festen Zuschnittplatz mit Absaugung. Die Stromversorgung und der freie Leitungsweg müssen dabei gesichert sein. Eine Verlängerung wird passend zur Maschine gewählt; elektrische Umbauten sind keine Alternative zu einem geeigneten Gerät.

ATF 55 und andere ältere Maschinen

Bei ATF 55, ATF 55 E/EB, alten Holz-Her-Tauchsägen und älteren TS-55-Ausführungen werden zuerst Typenschild, vollständige Schutzteile und passende Unterlagen geprüft. Der Tauchmechanismus muss zuverlässig in die Schutzstellung zurückkehren, Verstellungen müssen halten und die Grundplatte darf nicht sichtbar verformt sein. Ersatzteilpositionen werden aus der genau passenden Zeichnung ermittelt. Eine heutige TS-55-Blattliste ersetzt keine ATF-55-Freigabe.

Vor der Entscheidung lohnt sich eine nachvollziehbare Probe an einem ebenen Reststück: gerade Kante, rechtwinklige Schnittfläche und reproduzierbare Tiefe getrennt beurteilen. Diese Prüfung liefert dir mehr als eine unbelegte Behauptung, eine bestimmte Marke säge grundsätzlich genauer. Ein echter Produkttest müsste Bedingungen und Messverfahren offenlegen; einen solchen Test behauptet diese Auswahlhilfe nicht.

Rechner für die Werkstatt

Plattenzuschnitt berechnen

Prüfe, wie viele gleiche Rechtecke auf eine Platte passen und ob gedrehte Teile mehr Fläche nutzen.

Trage deine Maße ein und wähle Berechnen.

Der Rechner vergleicht zwei regelmäßige Raster; er optimiert keine gemischten Zuschnitte. Der Randbeschnitt gilt je Seite. Drehen ist nur sinnvoll, wenn Maserung und Dekor es erlauben. Zwischen benachbarten Teilen wird eine Schnittfuge berücksichtigt.

Die vollständige Anleitung zu diesem Rechner lesen

Beispiele aus der Praxis

Praxisbeispiel

18-mm-Schrankseiten auf engem Raum

Du planst die Plattenauflage und eine ausreichend lange Schiene zuerst. Die benötigte Tiefe ist überschaubar; wichtiger sind wiederholbare Anschläge, ausrissarme Kanten und ein freier Schlauchweg. Eine deutlich größere Säge bringt für diese Aufgabe nicht automatisch einen besseren Schrank.

Praxisbeispiel

58-mm-Tischplatte vollständig trennen

Der Vergleich erfolgt auf der Schiene: 57 mm reichen nicht für 58 mm Material. 61 mm bieten geometrisch Reserve, die konkrete Auflage und die richtige Tiefeneinstellung bleiben dennoch erforderlich. Der Modellname „60“ wird nicht als Grenzmaß verwendet.

Praxisbeispiel

Akkuwerkzeuge vorhanden, aber stationäre Absaugung

Die Akku-Säge erspart das Netzkabel, der Saugschlauch bleibt. Du vergleichst deshalb zusätzlich automatischen Saugerstart, kompatibles Funksystem und Ladeorganisation. AWS-Fähigkeit allein sagt noch nichts über das vorhandene Saugermodell aus.

Häufige Fragen

Kann ich mit einer Tauchsäge auch ohne Schiene sägen?

Nur in der dafür vorgesehenen Betriebsweise und mit sicherer Auflage und Führung. Für lange sichtbare Kanten ist eine passende Schiene meist der verlässlichere Bezug. Die höhere Tiefe ohne Schiene ist kein Grund, bei einer anspruchsvollen Aufgabe auf notwendige Führung zu verzichten.

Kann ein 160-mm-Blatt der TS 55 in die TS 60 K?

Festool schließt das aus. Die TS 60 K ist für 168-mm-Blätter ausgelegt. Bohrung und optische Ähnlichkeit allein reichen nicht als Freigabe.

Brauche ich für einen Ausschnitt überhaupt eine Stichsäge?

Die kreisförmige Blattkontur lässt an Innenecken Material stehen oder erzeugt bei zu weitem Vorschub einen Überschnitt. Gerade Strecken können mit der Tauchsäge hergestellt werden; die Ecken werden mit einem geeigneten anderen Werkzeug sauber fertiggestellt. Die Ein- und Austrittsmarkierungen gehören zur eingestellten Tiefe und Maschine.

Ist eine Tauchsäge mit Vorritzfunktion immer beidseitig ausrissfrei?

Nein. Blattzustand, Material, richtige Einstellung und flächige Anlage bleiben entscheidend. Eine zusätzliche Vorritzfunktion ist ein Verfahren zur Kantenverbesserung, kein universelles Ergebnisversprechen. Probiere die Kombination an einem Rest desselben Materials aus.

Quellen und weiterführende Informationen

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